Mikroskoptypen

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Mikroskopen

1. Auflicht- und Durchlicht Stereomikroskope

2. Biologie Durchlicht Mikroskope

Welches nun genau für Ihre Anwendung passend ist erläutern wir in diesem Absatz:
 

bms7495074952.jpg (71513 bytes)1. Auflicht- u. Durchlicht Stereomikroskope:

Diese Instrumente werden hauptsächlich für Beobachtungen von größeren Objekten genutzt. Einsatzgebiete: Mineralien, Insekten, Pflanzen, Blüten, Münzen oder Materialprüfung. großer Arbeitsabstand: Bei den klassischen Auflichtmikroskopen (u. auch Durchlicht) haben Sie meist einen Arbeitsabstand von über 40mm. Daher besonders gut für Insekten, Mineralien, Materialprüfung und überall dort, wo die Präparate schon mehrere Zentimeter groß sind.

Großes Gesichtsfeld: Die Gesichtsfelder bei Stereomikroskopen liegen typischer Weise bei 15mm bis 3mm. Zum Beispiel beim Modell ST30 od. ST40:
18mm bei 10x, 9mm bei 20x und 6mm bei 30x und 4,5mm bei 40x

Vergrößerungsbereich von 10x bis über 90x! Es gibt Modelle mit fixer oder variabler Vergrößerungen. Vom Einblick werden bei Auflichtmikroskopen fast immer binokulare Modelle angeboten. Für fotografische Anwendungen gibt es noch trinokulare Modelle. Hier kann zusätzlich zu den 2 Okularen eine Analog oder Digitalkamera aufgesetzt werden.
 

bms76015.jpg (59609 bytes)2. Biologie Durchlicht Mikroskope

Diese Instrumente werden hauptsächlich für Beobachtungen von dünnen Durchlichtpräparaten und Flüssigkeiten genutzt.

Einsatzgebiete: Wassertropfen mit Lebewesen, Blut, Zellen, Pflanzenproben, Pollen, Schädlinge, Fleischuntersuchungen,.....

kleiner Arbeitsabstand: Bei den klassischen Biologie-Durchlichtmikroskopen haben Sie meist einen sehr geringen Arbeitsabstand von unter 4mm. Daher sind sie nur für besonders dünne Präparate geeignet. Die Präparate liegen typischer Weise auf Glasträgern und werden mit hauchdünnen Deckgläsern abgedeckt.

kleines Gesichtsfeld: Die Gesichtsfelder bei Biologiemikroskopen beginnen bei 2mm (40X) und gehen bis auf weit unter 1/10mm z. B. bei 400x
Durch diese kleine Gesichtsfelder erreicht man aber sehr hohe Vergrößerungen.

hoher Vergrößerungsbereich von 40x bis über 1000x! Je nach Modell können Sie Geräte mit drei bis fünf Vergrößerungen wählen.
Üblich sind z. B.: 40x, 100x, 400x u. 1.000x Vergrößerung.
Zwischenvergrößerungen z. B.: 200x oder 600x
Bei 1000x muss man, um brauchbare Schärfe zu erreichen, den Luftspalt zwischen Deckglas und Objektivlinse mit einem Tropfen Immersionsöl schließen. Bis 400x kann man mit jedem Gerät ohne spezielle Technik beobachten.

Mit einem Wechsel der Okulare können die obigen Vergrößerungen noch um den Faktor 1,5x bis 2x erweitert werden.

Mono, Bino oder Trinokular ?
Mikroskope mit monokularem Einblick
sind für den Start von den Anschaffungskosten sicher am günstigsten. Sie haben keine Einbußen durch monokularen Einblick. Die Schärfe und Helligkeit wird voll genützt.

Für längeres und wirklich entspanntes Beobachten sind Mikroskope mit binokularem Einblick besser. Mit 2 Augen kann man über längere Zeit entspannter beobachten. Binokulare Mikroskope haben neben Normteilen auch eine komplexere Prismenanordnung und hellere Beleuchtung.
 

75570.jpg (81810 bytes)Für fotografische Anwendungen gibt es noch trinokulare Mikroskope. Das sind Binokulare Modelle mit einem zusätzlichen Fotoanschluss Tubus. Hier kann während der Beobachtung eine Kamera (USB-Kamera) oder unsere Digitalklemme aufgesetzt werden.
Die Kameraadapter für Spiegelreflexkameras sind bei fast allen Geräten nicht im Lieferumfang. Üblich ist hier eine optische Umschaltung des Strahlenganges die das Licht von einem Okular zum FotoTubus lenkt.

Anforderungen an das Mikroskop:
An die Ausstattung eines Mikroskops wird durch den speziellen Einsatzzweck bestimmte Anforderungen gestellt. Ein normales Mikroskop mit einer Vergrößerung von 400 bis 600fach im Hellfeld ist normalerweise ausreichend. Besondere Beleuchtungseinrichtungen wie eine Phasenkontrasteinrichtung, ein Dunkelfeldverfahren sowie eine kräftige regelbare Halogenbeleuchtung ermöglichen ein Erkennen einzelner Details der kontrastarmen Objekte, ohne das Präparat zu färben.

Die Labormikroskope BMS-E1 oder D1 Reihe werden diesen Anforderungen bestens gerecht. Es ist ein komplett ausgestattetes hochwertiges Labormikroskop mit Phasenkontrasteinrichtung einer 20W kräftigen Halogenbeleuchtung und bietet auch die Möglichkeit der mikrofotografischen Aufnahme.