Auflichtmikroskope: siehe Mikroskoptypen
Auflösungsvermögen:
Unter Auflösungsvermögen versteht man die Fähigkeit eines optischen Instrumentes eng
beieinander liegende Strukturen getrennt abbilden zu können. Mit freiem Auge sind Objekte
von maximal 0,2 mm (z. B. Flöhe) erkennbar. Für kleinere Objekte benötigt man eine Lupe
oder ein Mikroskop. Mit einem Lichtmikroskop lassen sich Strukturen bis zu einer Größe
von 500 nm auflösen. Damit können fast alle Zellen von Tieren, Pilzen, Pflanzen, Bakterien, rote Blutkörperchen, u.v.m.
sichtbar gemacht werden.
Apertur, numerisch:
Auf jedem Objektiv ist eine bestimmte Zahl eingraviert. Zum Beispiel<. 0.10, 0.25, 0.24
usw. Diese zahlen nennt man numerische Apertur und bezeichnet das Auflösungsvermögen
eines Objektivs.
Beleuchtung:
Die einfachste Form der Beleuchtung ist ein Spiegel mit einer geraden und einer hohlen
Oberfläche. Eine Beleuchtung mit einer Mikroskoplampe ist meist sinnvoller anzuwenden, da
der Betrachter dann nicht von der Lichtstärke des Tageslichtes abhängig ist. 15
30 W sind ausreichend für 12 1500-fache Vergrößerungen.
Binokluar:
Mit einem Binokular kann man mit beiden Augen gleichzeitig in das Mikroskop blicken.
Brennweite & Brennpunkt:
Brennweite ist der Abstand zwischen einem Objekt und unserem Auge. Der übliche
Augenabstand beträgt etwa 25 cm. Ist das Objekt scharf, haben wir den Brennpunkt
erreicht.
Dauerpräparate:
Unter Dauerpräparate versteht man Präparate die auf Objektträger geklebt werden und
luftdicht abgeschlossen sind.
Dunkelfeld:
Da beim Dunkelfeld das Licht in einem bestimmten Winkel in ein Präparat fällt, ist es
unmöglich einen direkten Lichteinfall in das Objektiv zu bekommen. Die Gegenstände in
einem Präparat beugen das Licht jedoch so ab, dass dieser Lichteinfall in das Objektiv
dringt und dadurch wahr zu nehmen ist. Das mikroskopische Bild besteht aus einer schwarzen
Fläche mit aufleuchtenden Elementen.
Durchlichtmikroskope: siehe
Mikroskoptypen
Elektronen-Mikroskop:
Elektronen-Mikroskope werden vorrangig für Forschungsprojekte und im wissenschaftlichen
Labor verwendet. Dieses Mikroskop verwendet statt Licht Elektronenstrahlen die zu einem
Strahl gebündelt, das Objekt durchdringt. Das Präparat wird dabei auf einem Bildschirm
sichtbar gemacht. Elektronenmikroskope sind weit teurer als Lichtmikroskope, dafür sind
aber extrem hohe Vergrößerungen möglich.
Grobeinstellung:
Die Grobeinstellung verwendet man zur angenäherten Einstellung der Schärfe. Bei
Vergrößerungen von 100 150 kann sie allein ausreichen, darüber hinaus sollte das
Mikroskop über eine Feineinstellung verfügen.
Feineinstellung:
Mit der Feineinstellung kann man das Bild auch bei sehr großen Vergrößerungen noch
scharf einstellen. Die Fokussierungseinrichtungen (Grob- und Feineinstellung) sollten mit
einer Präparatsicherung ausgerüstet sein, um das Objektiv bei einer Fehlbedienung zu
schützen.
Kondensor:
Zwischen Beleuchtung und Präparat kann ein Kondensor angebracht sein. Er ist oft mit
einer Blende (Iris- oder Lochblende) gekoppelt. Der Kondensor ist ein optisches System und
besteht aus einer oder mehreren Sammellinsen. Dadurch wird das Licht auf einen Punkt
gebündelt und leuchtet damit die Präparate besser aus.
Kreuztisch oder
Objekttisch:
Der Kreuz- oder Objekttisch ist eine Platte auf der das Präparat zum Beobachten gelegt
wird. Zum Fixieren des Präparates dienen meist 2 Federklemmen. Hochwertigere Mikroskope
besitzen einen Kreuztisch, mit dem das Präparat nicht nur gehalten sondern auch mm genau
in zwei Richtungen verschoben und justiert werden kann. Eine andere Form ist der
Zentriertisch; er ist rund und kann mit ein paar Fingerschrauben in alle Richtungen
verschoben werden.
Messokular:
Ein Messokular ist ein Okular in dem eine mm Skala von 0-10 eingebaut ist.
MikroOkular:
Mit einem MikroOkluar können Sie Ihr Mikroskop mit einem PC verbinden. Mit der
mitgelieferten Software können Sie Ihre Präparate am Monitor betrachten, aufnehmen,
bearbeiten und abspeichern.
Mikrometer:
Das Mikrometer verwendet man zur exakten Auswertung und Messung von Objekten.
Mikroskop: siehe
Mikroskoptypen
Mikroskop-Zubehör:
Beim Mikroskop Zubehör gibt es zwei Arten:
Zubehör für das Mikroskop selbst: Wie Okulare, Kondensor, Kameras,
Adapter usw.
Und Zubehör zur Herstellung und Verwahrung von Präparaten: Wie
Objektträger, Deckgläser, Präparierbesteck, Pipetten u.v.m.
Mikrotom:
Mit einem Mikrotom ist es möglich Objekte in dünne Schnitte zu zerlegen.
Monokular:
Ein Monokular bietet einen Einblick nur mit einem Auge.
Objektiv:
Ein Objektiv ist das dem Objekt zugewendete Linsensystem welches zur Drehen des
Objektivrevolvers in der Länge und Vergrößerung variabel ist. Gemeinsam mit der
Vergrößerung des eingesetzten Okulars ergibt dies die Gesamtvergrößerung des
Mikroskops. Ein ideales Objektiv liefert ein scharfes, kontrastreiches und
verzerrungsfreies Bild mit guter Wiedergabe von kleinsten Details und gleichmäßige
Schärfe vom Zentrum bis zum Rand.
Auf den Objektiven sind meist Zahlenkombinationen aufgedruckt,
4/ heißt, das Objektiv vergrößert 4mal .
0,1 zeigt das Auflösungsvermögen als Zahl der so
genannten numerischen Apertur. Je größer der Zahlenwert ist, umso besser kann das
Objektiv Details darstellen bzw. auflösen. Der maximale Wert der numerischen Apertur ist
1,0 bei normalen Objektiven. Die Vergrößerung am Mikroskop sollte das 100-fache der Apertur
nicht überschreiten.
160/ sagt über die Tubuslänge des Mikroskops
aus.
0,17 ist die maximal verwendbare Dicke des
Deckglases in mm.
Objektivtypen:
Achromatisch: Diese Objektive sind für chromatische Aberration (ist ein Abbildungsfehler optischer Linsen,
der von der Wellenlänge bzw. Farbe des Lichts abhängt) korrigiert, sodass die Abbildungen zweier
Farben, meistens rot und blau, zusammenfallen. Die Korrektur für sphärische Aberration
ist gering. Bei Vergrößerungen von 30x oder höher, tritt eine starke Verzerrung am Rand
des Bildes auf.
Semiplan achromatische Objektive: Größtenteils mit achromatischen Objektiven zu
vergleichen; sind jedoch für sphärische Aberration und Vergrößerung über 40X
korrigiert. Plan (e-Plan) achromatische Objektive: Qualitativ sind dies die besten
Objektive. Die sphärische Korrektur ist derart gut, dass ein scharfes und kontrastreiches
Bild vom Mittelpunkt bis zum Rand des Sichtfeldes zu sehen ist.
Öl-Immersion:
Wenn ein Objekt bei extrem hoher Vergrößerung (ab 100fach) nicht mehr scharf zu stellen
ist, wird ein Immersionsöl auf das Präparat
getropft. Dann wird das Objektiv direkt in das Öl eingetaucht. Anschließend ist das
Scharfstellen des Objektes problemlos möglich.
Okular: siehe Zubehör
Phasenkontrast:
Normalerweise
unterscheidet sich ein durchsichtiges Objekt nicht von seiner Umgebung, da kein Kontrast erkennbar ist. Die Phasen
Kontrast Technik benutzt den Unterschied zwischen dem Lichtbrechen des Objektes und der
Umgebung
Es ist eine
Technik zur optischen Kontrastierung von durchsichtigen Präparaten, wie beispielsweise
lebende Zellen oder Bakterien. Für dieses mikroskopische Verfahren sind spezielle
Objektive und ein Phasenkontrast-Kondensor notwendig
Polarisation:
Manche Objekte haben die Eigenschaft Lichtstrahlen in zwei Teilstrahlen aufzuspalten,
sie werden daher als doppelbrechend bezeichnet. Doppelbrechende Strukturen bestehen aus
regelmäßig angeordneten Einheiten (Molekülen, Atomen). Meistens handelt es sich dabei
um Kristalle, biologische Objekte wie
Zellulose oder Stärke. Das Phänomen der Doppelbrechung kann mit einem speziellen
Polarisationsfiltersatz, welcher am Mikroskop angebracht wird, genutzt werden um eine
Interferenz der beiden Teilstrahlen zu erreichen. Dadurch kommt es zur Bildung von
unterschiedlichen Farbringen beziehungsweise zu einem Aufleuchten der Strukturen. Der
Filter wird hauptsächlich bei Kristall, Glasfiber, Mineralien, Gestein und Knochengewebe
verwendet.
Revolverkopf:
Mit einem Revolverkopf lassen sich die Objektive drehen und verschiedene Vergrößerungen
einstellen.
Sphärische
Aberration (Öffnungsfehler):
Wird als ein Abbildungsfehler bezeichnet, bei dem Lichtstrahlen, die das Objektiv in der
Mitte treffen einen anderen Brennpunkt besitzen, als Lichtstrahlen, die das Objektiv
weiter außen treffen.
Zoom Okular:
Mit einem Zoom Okular kann man stufenlos verschiedene Vergrößerungen einstellen. Der
Vorteil ist, dass dabei das Wechseln verschiedener Okulare nicht notwendig ist.
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